Aktuelles


 29. September 2022

ANGLER FORDERN RENATURIERUNGSPROJEKT AN DER LEINE  - ERSTER PRESSETERMIN DURCHGEFÜHRT -

Durch tiefgreifende wasserbauliche Eingriffe hat sich das Bild der Leine nachhaltig verändert. Seit dem Mittelalter wurden Auwälder gerodet und in Grünland überführt. Erosionsprozesse haben den Talraum der Leine mit einer über 2 m hohen Auelehmschicht bedeckt. Im 20. Jahrhundert wurde die Leine in Teilen begradigt und großflächig eingedeicht. Aus einem frei mäandrierenden und strukturreichen Fluss wurde ein stark eingetiefter, monotoner und teilweise befestigter Fluss, der nur noch selten über die Ufer tritt. Die natürliche Dynamik der Leine, die früher bei jedem Hochwasser neue Lebensräume wie Altarme geschaffen hat, ist seit über 100 Jahren zum Erliegen gekommen. Durch den Verlust von Lebensraum sind viele Auenarten verschwunden oder stark bedroht.

 

Wir fordern nun die Wiederherstellung eines artenreichen Auengewässerverbundes entlang der Leine mit unterschiedlichen Gewässertypen. Diese sollen im Verbund die ganze Vielfalt an Sukzessionsstadien und Ausprägungen umfassen, um einer möglichst großen Anzahl von Arten einen geeigneten Lebensraum zu bieten.

 

Ein erster Pressetermin zu unserem Anliegen fand gestern am Kolk in Neustadt statt. Eingeladen waren Regionspräsident Steffen Krach, MdL Wiebke Osigus sowie weitere Vertreter der Regional- und Kommunalpolitik. Jan Schiffers (1. Vorsitzender ASV Luthe), Holger Machulla (1. Vorsitzender ASV Neustadt) und Ralf Gerken (MA Anglerverband Niedersachsen) präsentierten das Vorhaben der Angler. Sowohl Regionspräsident Krach als auch MdL Osigus sicherten Unterstützung bei der Umsetzung dieses Projekts zu. Ein solches Renaturierungsprojekt erfordert Unterstützung von Region, Land und Bund.

 

Der Auengewässerschutz an der Leine muss angesichts des anhaltenden Artensterbens endlich von allen Akteuren als naturschutzfachlich und wasserwirtschaftlich prioritäre Aufgabe etabliert werden. Wir schlagen daher die Bildung eines dauerhaften Arbeitskreises Auengewässer vor, der sämtliche Akteure aus Behörden, Kommunen, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Verbänden/Vereinen umfasst.

 

Auch die geplante Artenschutzstation in Luthe wurde thematisiert. Sie könnte im Rahmen der Neuanlage und Sanierung von Auenlebensräumen eng mit den angestrebten Maßnahmen verzahnt werden. Besatztiere für abgestimmte Wiederansiedlungsprogramme mit gefährdeten Auenfischarten von regionalgenetisch gesicherten Stämmen von Schlammpeitzger, Karausche, Aalquappe, Bitterling und Edelkrebs könnten bereitgestellt werden. Im Falle der Anlage von Auenlebensräumen in fußläufiger Entfernung zur Artenschutzstation könnten Umweltbildungsveranstaltungen mit diversen Bildungsträgern in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

 

Nach unserem ersten Termin am Dienstag werden wir weitere Gespräche mit unterschiedlichen Akteuren planen und durchführen.

 

Über unseren Termin mit Steffen Krach und Wiebke Osigus wurde in mehreren Zeitungen (HAZ, Neustädter Zeitung und Bild) berichtet.

 

Die Presseberichte in den Zeitungen können sie unter folgenden Links als PDF Datei nachlesen:

- Den Artikel aus der Neustädter Zeitung können sie hier lesen  (PDF)

- Den Artikel aus der Bild können sie hier lesen  (PDF)

- Den Artikel aus der HAZ und NP vom 27.09.2022 können sie hier lesen  (PDF)

- siehe auch ASV Luthe auf Facebook


 14. September 2022

Entschlammung des Luther Sees wird fortgesetzt

- Ortsrat spricht sich für 4. Klärstufe aus -

Auf der Ortsratssitzung in Luthe in der vergangenen Woche sprachen sich die Ortsräte parteiübergreifend für eine vierte Klärstufe des Klärwerks Luthe aus. Abwässer könnten frei von Chemikalienrückständen und Mikroplastik in den Luther See geleitet werden. Nicht benötigtes Wasser könnte über den Seegraben in die Leine fließen. Durch das Absinken des Grundwasserspiegels, das Einschneiden der Leine in die Talaue und ausbleibende Niederschläge als Folge des Klimawandels führt der Luther See als letztes verbliebenes Altwasser in Wunstorf aktuell sehr wenig Wasser. Dies dürfte sich in den nächsten Jahren nicht verbessern. Nur durch Einleitung sauberen Wassers ohne chemische Rückstände kann dieses ortsbildprägende Gewässer vor dem Verlanden und als Lebensraum vieler bedrohter Arten bewahrt werden. Die Stadt Wunstorf kündigte an, mit der dringend erforderlichen Entschlammung des Sees im Herbst fortzufahren. Ein Runder Tisch mit den beteiligten Akteuren soll kurzfristig einberufen werden. Der Luther See ist wichtiger Lebensraum in Anhang II der FFH-Richtlinie gelisteter Arten. Durch die Verschlammung, hohe Wassertemperaturen und Fraß durch Bisamratte, Nutria und Waschbär ist die Teichmuschelpopulation im See so gut wie erloschen. Der Bitterling benötigt Teichmuscheln zur Ablage seines Laichs. Die letzten beiden Bitterlinge konnten wir 2019 bei einem Elektrofischen nachweisen. Eventuell ist er bereits ausgestorben.

- einen Bericht aus der HAZ zu diesem Thema, können sie hier lesen (PDF)

- siehe auch ASV Luthe auf Facebook


 03. September 2022

Arbeitseinsatz an der Tonkuhle

- Auch wir bemerken den Klimawandel an unseren Gewässern -

Klimawandel, auch Klimaveränderung, Klimaänderung oder Klimawechsel, ist eine weltweit auftretende Veränderung des Klimas auf unserer Erde. Dieser Sommer gehört seit 1881 zu den vier wärmsten in Deutschland.

Und das geht auch an unseren Gewässern nicht spurlos vorüber. Ein Absinken der Gewässerpegel ist vorprogrammiert. Zum Glück sind aber die relevanten Wasserwerte unserer Gewässer, die wir in regelmäßigen Abständen überprüfen noch im Rahmen. Somit kam es bislang nicht zu einem befürchteten Fischsterben. Andere Angelvereine haben dieses Glück leider nicht gehabt.

Durch das Absinken der Pegelstände, konnten wir letztendlich aber auch eine Säuberung der Ufernahen Bereiche vornehmen, an die wir sonst nicht gekommen wären „Glück im Unglück“.

Hauptsächlich konnten Unmengen von achtlos weggeworfenen Glasflaschen und Scherben eingesammelt und entsorgt werden.


 25. Juni 2022

Bänke und Tische am Luther See bekommen einen neuen Anstrich

Die 2018 vom ASV Luthe am Luther See im Rahmen eines Projekts zur Integration von Geflüchteten gesetzten Bänke und Tische wurden am Wochenende von Vereinsmitgliedern abgeschliffen und neu gestrichen. Kleinere Schäden wurden repariert. Unsere Bänke können nun hoffentlich noch lange von Spaziergängern und Radfahrern genutzt werden.

- siehe auch ASV Luthe auf Facebook

 


30. April 2022

Angelsportverein Luthe beteiligt sich an Inklusionsprojekt der Lebenshilfe

von Anke Lütjens

Der Angelsportverein Wunstorf-Luthe möchte Menschen mit Behinderung ermöglichen, den Angelschein zu erwerben. Mitglieder des Vereins haben dafür mit neun Leuten an der Luther Tongrube geangelt und anschließend gemeinsam gegessen.

Mitglieder des Angelsport-Vereins Luthe (ASV) haben am Sonnabendvormittag gemeinsam mit Menschen mit Behinderung an der Luther Tongrube geangelt. Die Aktion ist Teil des Projekts „Inklusion 2022 – Gemeinsam Freizeit gestalten“ der Lebenshilfe Seelze/Wunstorf. Ziel ist, Menschen mit Handicap den Erwerb des Angelscheins zu machen. Die Mitglieder des ASV Luthe geben dabei Hilfestellung, erklären und begleiten die Prüfung. „Angeln ist eine gute Möglichkeit für Menschen mit und ohne Behinderung, in die Natur zu gehen und ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen“, sagte Jan Schiffers, Vorsitzender des Vereins. ...

- Den ganzen Bericht aus der HAZ / NP lesen sie hier (PDF)

- siehe auch den Bericht aus dem W. Stadtanzeiger vom 14.05.2022

- siehe auch ASV Luthe auf Facebook

- Bilder dieser Aktion finden sie hier


16. Februar 2022

Anglern reicht Entschlammung des Luther Sees nicht aus

Mithilfe eines Baggers ist der südliche Teil des Luther Sees entschlammt worden. Den Anglern gehen diese Arbeiten nicht weit genug. Sie wollen das Gespräch mit der Stadt Wunstorf suchen.

Jedes Jahr das gleiche Bild: Nach heftigen Regenfällen tritt das Wasser des Luther Sees über das Ufer. Daran kann auch die Entschlammung Ende vergangenen Jahres nichts ändern. Der See, ein Altarm der Leine, liegt im
Überschwemmungsgebiet. Die Stadt hat mit einem Langarmbagger einen
Graben im südlichen Uferbereich ausheben lassen.
Für Jan Schiffers, Vorsitzender des Angelsportvereins (ASV) Luthe, gehen die bisherigen Arbeiten jedoch nicht weit genug. Das reiche nicht aus, um den Luther See als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten, ist er sich sicher. „Es muss nachgebessert werden“, fordert er. Das ortsprägende Gewässer drohe nach Ansicht der Angelnden ansonsten zu verlanden. Auf diese Gefahr machten sie seit zehn Jahren aufmerksam.

- Den ganzen Bericht aus der HAZ und NP  lesen sie hier (PDF)


02. Dezember 2021